The Red Sea Diving Resort auf Netflix

Was auf den ers­ten Blick wie ein Doku­men­tar­film über eine Frei­zeit­ein­rich­tung am Roten Meer oder im bes­ten Fall nach einem Unter­was­ser-Action­strei­fen mit Hai­en und ande­ren lebens­ge­fähr­li­chen Mons­tern aus­sieht, ist in Tat und Wahr­heit die Ver­fil­mung einer wenig bekann­ten Mos­sad-Ope­ra­ti­on aus den 80er-Jah­ren, als eine Hand­voll israe­li­scher Mos­sad-Agen­ten vom mus­li­mi­schen Sudan aus Tau­sen­de an Leib und Leben gefähr­de­te äthio­pi­sche Juden ret­te­ten und sie nach Isra­el trans­por­tie­ren lies­sen. Im Zen­trum steht das von den Agen­ten offi­zi­ell gemie­te­te Tauch-Resort, von wo aus die Ope­ra­ti­on in Zusam­men­ar­beit mit der israe­li­schen Mari­ne und zuletzt der ame­ri­ka­ni­schen Luft­waf­fe geplant und durch­ge­führt wird. Wäh­rend Mona­ten füh­ren die Mos­sad-Leu­te zum Teil mit ech­ten Tou­ris­ten, denen der wah­re Grund des Resorts bis zum Schluss ver­bor­gen bleibt, das Tauch­zen­trum, um vor allem gegen­über der suda­ne­si­schen Regie­rung eine weis­se Wes­te zu behal­ten. Natür­lich läuft bei den nächt­li­chen Aktio­nen nicht immer alles nach Plan, aber umso beein­dru­cken­der ist der Erfolg der Ope­ra­ti­on, dank der gan­ze Dör­fer schwar­zer Juden aus dem Bür­ger­kriegs­land Äthio­pi­en ins Hei­li­ge Land flie­hen konn­ten. Die teil­wei­se harr­sche Kri­tik am Film im Netz ver­ste­he ich nicht, habe ich doch vor Jah­ren bereits das Buch «Mos­sad Exo­dus» gele­sen, wel­ches von Gad Shim­ron, einem der an der Akti­on betei­lig­ten Agen­ten, im Jah­re 2007 geschrie­ben wor­den ist.

Für mich ist des­halb die­ser Film auch viel mehr als ein Spio­na­ge­thril­ler aus Hol­ly­wood. Er zeigt uns ein­mal mehr, dass weni­ge Men­schen mit viel Über­zeu­gung und Hin­ga­be viel errei­chen und ver­än­dern kön­nen!

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