Kinotipp: Wolkenbruch

«Wol­ken­bruchs wun­der­li­che Rei­se in die Arme einer Schick­se» lau­tet der etwas umständ­li­che Titel des Films von Micha­el Stei­ner, in wel­chem die Geschich­te eines Jüng­lings aus einer jüdisch-ortho­do­xen Fami­lie erzählt wird. Wider Erwar­ten spielt die tur­bu­len­te Hand­lung in der Schweiz (Zürich) mit einem Abste­cher nach Isra­el (Tel Aviv) und als Spra­che wird das Jid­disch-Daitsch (Jüdisch-Deutsch), eine rund tau­send Jah­re alte Spra­che, ver­wen­det. Mot­ti, so heisst der jun­ge Mann, wird von sei­ner domi­nan­ten Mut­ter in jeder Hin­sicht gegän­gelt. Aber als sie zum wie­der­hol­ten Male ver­sucht, ihn mit einem jüdi­schen Mäd­chen zu ver­kup­peln, reisst bei ihm der Faden. Er ver­liebt sich in eine Kom­mi­li­to­nin, eine soge­nann­te «Schick­se», d.h. ein nicht-jüdi­sches Mäd­chen, und das Unheil nimmt sei­nen Lauf. Mot­ti wehrt sich je län­ger je mehr gegen die Hei­rats­plä­ne sei­ner Mut­ter, und bei­de Schau­spie­ler lau­fen dabei zur Hoch­form auf. Selbst wenn man bei vie­len Sze­nen herz­haft lachen kann, han­delt es sich bei die­sem Film doch eher um eine ernst­haf­te Komö­die, wel­che mich mehr­mals an den Schwei­zer­film «Jeu­ne hom­me» erin­ner­te. Dort lehnt sich ein jun­ger Mann gegen die Berufs­plä­ne sei­nes Vaters auf und wird wäh­rend eines Welsch­land­auf­ent­halts als Au-pair in Genf erwach­sen.

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