Heute vor 50 Jahren

1968 war nicht nur poli­tisch ein her­aus­ra­gen­des Jahr – auch für die meis­ten von uns ange­hen­de Matu­ri bedeu­te­te die soge­nann­te Matu­ra­rei­se nach Paris im Okto­ber 68 einen Höhe­punkt. Für mich war die­se Rei­se eine Pre­miè­re, aber dank der vie­len Chan­sons, die wir uns regel­mäs­sig am Radio ange­hört und auf Magnet­ton­band gespei­chert hat­ten, reis­te ich mit kla­ren Vor­stel­lun­gen und Erwar­tun­gen in die Haupt­stadt an der Sei­ne. Beglei­tet wur­den wir von unse­rem belieb­ten Turn- und Sport­leh­rer, für den es eben­falls sein ers­ter Auf­ent­halt in Paris war und der des Fran­zö­si­schen nicht unbe­dingt mäch­ti­ger war als wir. Acht Tage und Näch­te ver­brach­ten wir nach der Fahrt mit dem Nacht­zug von Basel nach Paris in der geschichts­träch­ti­gen Metro­po­le – Eif­fel­turm, Champs-Eli­sées, Opé­ra, les Hal­les, Sei­ne-Rund­fahrt, Ver­sailles und vie­les mehr inbe­grif­fen. Und so erin­ner­te ich mich auch anläss­lich des Todes von Charles Azna­vour an jene längst ver­gan­ge­nen, son­ni­gen Herbst­ta­ge, denn er hat mit «Paris au mois d’août» ein Chan­son geschrie­ben und gesun­gen, das sich unsterb­lich in mein Herz und mei­ne See­le ein­ge­prägt hat.

Link: Charles Azna­vour: Paris au mois d’août

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