21. Knessetwahl

Wer sich über die bevor­ste­hen­den Wah­len ins israe­li­sche Par­la­ment (120 Abge­ord­ne­te) vom Diens­tag, 9. April, ein Bild machen möch­te, dem emp­feh­le ich den sach­li­chen Bericht im jüdi­schen Wochen­ma­ga­zin «Tach­les» zu lesen. Er zeigt auf, wie die demo­kra­ti­schen Insti­tu­tio­nen in Isra­el funk­tio­nie­ren, z.B. die Bedeu­tung der vie­len klei­nen und kleins­ten Par­tei­en, die auf­grund einer Wahl­hür­de von 3,25 Pro­zent Aus­sich­ten auf einen oder meh­re­re Sit­ze in der Knes­set haben. Dass dabei mit allen Mit­teln für die eige­nen Zie­le, aber auch gegen die ande­ren Grup­pie­run­gen gekämpft wird, ken­nen wir so nur teil­wei­se von der Schweiz, wo sich vor allem die gros­sen Par­tei­en und deren Expo­nen­ten einen Schlag­ab­tausch lie­fern. Die klei­nen haben ohne­hin kei­ne Chan­ce auf einen Sitz im Bun­des­rat dank der Zau­ber­for­mel, wel­che für eine Kon­ti­nui­tät in unse­rer Exe­ku­ti­ve sorgt. In Isra­el kön­nen dem­ge­gen­über auch klei­ne, extre­me Grup­pen das Züng­lein an der Waa­ge spie­len, wenn es dar­um geht, die Regie­rung zu bil­den. Ben­ja­min Netan­ja­hu (*1949) wer­den weni­ge Tage vor dem Urnen­gang die bes­ten Chan­cen ein­ge­räumt, die nächs­te Regie­rungs­ko­ali­ti­on anzu­füh­ren. Von 1996 bis 1999 war er bereits ein­mal PM, danach Aus­sen­mi­nis­ter und Finanz­mi­nis­ter unter Ari­el Sharon. Seit 2009 beklei­det er erneut das Amt des PM und strebt dem­zu­fol­ge eine vier­te Amts­zeit an.

Quel­le: Tach­les vom 5. April 2019

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Für Poli­tik-Freaks: Aus­führ­li­cher Über­blick

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